Nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Haben Sie Fragen oder wünschen ein unverbindliches Angebot?

Sprechen Sie uns an (Tel.: 0241/4121-0731) oder schreiben Sie uns (eMail: pa@hdz-gruppe.de)!

REM-Analysen, Untersuchungen mittels EDX und WDX und elektronenmikroskopische Mikroanalytik

Methodenbeschreibung

Mithilfe eines Rasterelektronenmikroskopes lassen sich eine Vielzahl von Anwendungsfällen lösen.
Grundsätzlich gilt dabei, dass die Verwendung eines REMs Bedingungen an die Probe stellt und die Ergebnisse interpretiert werden müssen. Das REM ist lediglich ein Werkzeug und liefert an sich nur Rohdaten. Das ist auch der Grund, weshalb ein Rasterelektronenmikroskop derart vielfältig verwendet werden kann.

Ein großer Vorteil bei der elektronenmikroskopischen Mikroanalyse ist die gleichzeitige Untersuchung der Materialbeschaffenheit (Topographie, Fraktographie) und der Materialzusammensetzung. Es ist beispielsweise möglich, Fehlstellen oder Artefakte optisch zu untersuchen und im gleichen Arbeitsgang deren Zusammensetzung zu analysieren. Insbesondere bei kleinsten Partikeln, Korrosionsstellen oder Belegungen ist dies von großem Interesse.

Weiterhin stehen uns je nach Fragestellung und Probenbeschaffenheit diverse Arten von Rasterelektronenmikroskopen zur Verfügung. Wir selbst betreiben ein hochauflösendes Feldemissions-REM und eine Elektronenstrahl-Mikrosonde (ESMA). Darüber hinaus sind auch kristallografische Messungen mittels REM-EBSD möglich. Ein Großkammer-REM ist ideal für besonders große Proben, die nicht zerstört werden dürfen. Für Fragestellungen, bei denen das Probenmaterial nicht vakuumstabil oder organisch ist, haben wir Zugriff auf ein Niederdruck-REM.

Aufnahmen von Fallbeispielen

REM-Aufnahme: Ablagerung auf einem Edelstahlrohr
REM-Aufnahme: Ablagerung auf einem Edelstahlrohr (Topographiekontrast)
REM-Aufnahme: Ablagerung auf einem Edelstahlrohr
REM-Aufnahme: Ablagerung auf einem Edelstahlrohr (Materialkontrast)
REM-Abbildungen von Carbon Nanotubes
REM-Abbildung von Carbon Nanotubes
REM-Abbildungen von Carbon Nanotubes
REM-Abbildung von Carbon Nanotubes

Anforderungen an das Probenmaterial

Die Vielzahl von unterschiedlichen Elektronenmikroskopen erlaubt es, diverse Materialien untersuchen zu können. Bezogen auf ein Rasterelektronenmikroskop (REM) und die Elektronenstrahl-Mikrosonde (ESMA) stellen wir folgende Anforderungen an das Probenmaterial.

In aller Regel wird ein Hochvakuum (HV) oder Ultrahochvakuum (UHV) eingesetzt. Proben, die mittels REM oder ESMA untersucht werden sollen, müssen daher vakuumstabil sein. Flüssigkeiten und flüchtige Stoffe können wir daher nicht untersuchen. Die Proben sollten außerdem möglichst nicht oder nur gering ausgasen. Bei unbekanntem Verhalten werden die Proben vor einer Untersuchung in einem Grob- oder Feinvakuum ausgegast (Exsikkator).

Stäube, Mehle, feine Späne und ähnlich lose Partikel werden in der Regel auf einem geeignetem Klebepad aufgebracht. Dies verhindert ein Verrutschen oder ein Verlust der Probe in der REM-Kammer.

Proben, die dem Beschuss mit Elektronen standhalten und elektrisch leitfähig sind, können ohne weitere Präparation untersucht werden. Für alle anderen Materialien, beispielsweise Kunststoffe oder Fasern, empfehlen wir eine vorherige Beschichtung. Wir dampfen dabei z.B. eine dünne Goldschicht auf die Probe, was eine bessere elektrische Leitfähigkeit ermöglicht und das Probenmaterial schont. Außerdem können wir Strom und Spannung variieren und zusätzliche Vorteile ausschöpfen.

Für eine Analyse mittels Elektronenstrahl-Mikrosonde (ESMA) sind planare Oberflächen unverzichtbar. Hier müssen der Großteil der Proben als Quer- oder Längsschliff präpariert werden. Mitunter können aber auch annähernd plane Proben direkt untersucht werden.

Die Proben können innerhalb der Probenkammer, also für die Untersuchung gedreht, gekippt und verfahren werden.

Maximalgrößen und -gewichte

Für die Größenverhältnisse und die Masse der zu untersuchenden Probe gelten folgende Bedingungen.

REM

  • Runde oder zylindrische Proben sollten maximal 70mm im Durchmesser sein. Maximale Höhe ist hier 25 mm, wenn man alle Detektoren verwenden möchte.
  • Eckige oder unförmige Proben sollten ein Kantenmaß von höchstens 60mm x 60 mm aufweisen. Die maximale Höhe beträgt hier ebenfalls 25 mm, wenn man alle Detektoren verwenden möchte.
  • Das Maximalgewicht liegt bei ca. 750g.

ESMA

  • Sollen mehrere Proben eingeschleust und untersucht werden, liegt die jeweilige Probengröße bei maximal 25 mm im Durchmesser und 30 mm in der Höhe.
  • Einzelne Proben dürfen maximal 80mm x 80mm breit und teif und maximal 30 mm hoch sein.
  • Das Höchstgewicht aller Proben darf dabei 750g nicht übersteigen.

Was kann untersucht werden?

Im Bezug auf unser Feldemissions-REM und Mikrosonde können wir u.a. folgende Probenarten untersuchen:

  • Metalle (Eisen- und NE-Erzeugnisse), Halbmetalle
  • Korrosionsstellen, korrodierte und oxidierte Oberflächen
  • Kunststoffe und Elastomere (nach vorheriger Präparation)
  • Schliffe und Schliffabbilder, Querschnitte und FIB-Schnitte
  • Metallische Pulver, pulvermetallurgische Ausgangsstoffe und pulvermetallurgische Produkte
  • Späne und Bohrspäne
  • Abrieb
  • Schwebteilchen bzw. Niederschlag oder Rückhaltesubstanzen
  • Filtersatz
  • metallische, halbmetallische, anorganische und teilweise organische Granulate
  • Mehle und Stäube
  • kleinere und mittlere metallische Bauteile, teilweise ohne weitere Präparation
  • Lackproben, Lacke, Beschichtungen
  • Werkzeuge und Halbzeuge
  • Gesteinsproben (nach vorheriger Präparation)
  • Keramiken (nach vorheriger Präparation)
  • Ausmauerungen, Tiegelmaterial, Feuerfestmaterial (teilweise nach vorheriger Präparation)
  • Trockenreste

Welche Kosten und Preise entstehen bei einer REM-Untersuchung?

Die Kosten für elektronenmikroskopische Untersuchungen variieren je nach Gerät, Probenumfang und Fragestellung. Je aufwändiger eine Methode ist, desto teurer sind hier die Kostensätzen.

Wir führen Untersuchungen mit unserem hauseigenen hochauflösendem FE-REM bereits ab 125 Euro (1/2h-Satz zzgl. MwSt.) durch. Messungen mit unserer Mikrosonde sind stets mit höherem Aufwand verbunden, weshalb hier Messungen meist ab 500 Euro durchführbar sind.

Gern unterbreiten wir Ihnen ein unverbindliches Angebot zu Ihren Fragestellungen.



Diese Seite ist W3C-kompatibel
Valid XHTML 1.0 Transitional