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Vergleichende mikroanalytische Lackuntersuchung

Die Ausgangslage

Eine Lackuntersuchung wird im Rahmen einer Unfallbegutachtung durchgeführt, wenn geklärt werden soll, ob sich durch eine Berührung zweier Fahrzeuge Lack von einem Fahrzeug auf das andere übertragen hat.

Szenario 1

  • Auf einem Parkplatz (oder an der Tankstelle oder einer Engstelle) kam es  scheinbar zu einem Kontakt zweier Fahrzeuge. Manchmal geschieht dieser Kontakt ohne, dass es beide Fahrer bemerken. Dennoch kann der Schaden schnell teuer werden, denn ist der Lack eines oder beider Fahrzeuge beschädigt, sollte dieser Instand gesetzt werden. Der Lack erfüllt auch in Zeiten modernster Werkstoffe eine schützende Funktion und verhindert eine Korrosion der Fahrzeugkarosserie. Ein möglichst schnelles Handeln ist hier von Nöten, doch gleichfalls muss geklärt werden, ob es zu einem Kontakt kam oder ob die Kratzer schon vorher bestanden.

Szenario 2

  • Ebenso kann es vorkommen, dass man zu Unrecht beschuldigt wird, ein benachbartes Fahrzeug gestreift zu haben. Es kann durchaus vorkommen, dass einem Fahrer beim Parken auffällt, dass sein PKW lokal dunkle Kratzer aufweist und neben ihm zufälligerweise ein dunkles Fahrzeug steht. Da liegt der Verdacht nah, dass es hier zu einem Kontakt kam, auch wenn dieser unbeabsichtigt oder unbemerkt geschah.

In beiden Szenarien ist ein Herbeiholen der Polizei ebenso empfehlenswert, wie das Hinzuziehen eines Sachverständigen. Eine Klärung des Sachverhaltes ist unausweichlich, vor allem wenn einer der Unfallbeteiligten sich im Unrecht sieht. Es stellt sich zwangsläufig die Schuldfrage und weiterhin die Frage, ob tatsächlich Kontakt zwischen beiden Fahrzeuge bestand und in welchem Umfang dies geschah.

Eine Lackuntersuchung kann hier Antworten liefern und den Hergang beleuchten.

Fragestellung(en)

  • Hat ein Fahrzeug das andere Fahrzeug gestreift bzw. kam es zum Kontakt eines Fahrzeugs mit dem anderen?
  • Finden sich eindeutige Abriebspuren (Lackabrieb, Lacksplitter) eines Fahrzeugs auf dem anderen Fahrzeug?

 

  • Stimmen Abriebspuren und Kratzer auf beiden Fahrzeugen überein?

Unsere Vorgehensweise

Durch Verkehrsunfälle entstehen Lacksplitter, Lackabrieb und Lackantragungen der unfallbeteiligten Fahrzeuge, welche am Unfallort oder an den anderen Fahrzeugen gesichert werden können. Besonders bei Unfällen mit Fahrerflucht können diese Spuren entscheidende Beweise darstellen.

Bei der vergleichenden mikroanalytischen Lackuntersuchung werden im HDZ Prüf- und Analyselabor die Proben zunächst lichtmikroskopisch untersucht und bewertet. Durch die Mikroskopie lassen sich Unterschiede erkennen und dank des definierten Kunstlichtes Farbvergleiche durchführen.

Für die weitere Untersuchung werden repräsentative Bereiche ausgewählt und für eine Untersuchung mittels REM vorbereitet. Eine REM-Untersuchung des Lackabriebs und der Lacksplitter erlaubt einerseits die Bewertung der Morphologie, der Häufigkeit von Abriebspuren, aber auch die Analyse der Lackbestandteile selbst. Diese Bestandteile sind charakteristisch für jeden Lack und lassen sich auch bei kleinsten Proben feststellen. Diese Bestandteile lassen sich mittels EDX lokal auf deren elementare Zusammensetzung hin untersuchen. Jede Lackprobe erhält so einen eigenen Fingerprint, den man mit anderen Lackproben vergleichen kann.

Bei schwierigen Verhältnissen stehen dem HDZ Prüf- und Analyselabor Aachen auch parallel anwendbare Methoden zur Verfügung.


weiterführende Informationen und Merkblätter

Als Download steht bereit:

Informationen zur vergleichenden mikroanalytischen Lackuntersuchung [PDF-Datei]



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